Die Hutterer, verfolgt und verachtet

Die Hutterer stammen von Jakob Hutter ab, der  im 15. Jahrhundert eine Kirche gründete. Sie standen für eine Taufe, in einem Alter, wo man begreift was man da entscheidet, ein. Da damals Katholische und Lutherranische Kirchen verbereitet waren, wurden solche geschlossenen Gemeinschaften gehasst. Sie waren Verfolgung und Bedrohung ausgesetzt. Deshalb flüchteten die Hutterer in Regionen, die toleranter waren. In Mähren, damals Österreich, gab es Protestanten, Evangelische Christen, Katholiken. Dort ließ sich die Täufergemeinde, die Hutterer, nieder. Die Hutterer gründeten ihre eigenen Schulen, Läden und Werkstätten, so wie die Amisch. Sie übten damals alle Berufe aus:  Sie wurden Ärzte und dazu sehr angesehene, Bauer, Töpfer, Brauer und Uhrmacher. Das sind aber...

Amisch und ihre Kutschen

Da das Besitzen eines Autos bei den Amisch streng untersagt ist, fahren sie in  Pferdekutschen (Dachwägle). Dabei gibt es ganz unterschiedliche Varianten, des für das 21. Jahrhundert sehr ungewöhnlichen Transportmittels. Dabei unterscheiden sich die Kutschen nach Farbe, Ausstattung und Größe. In Ohio findet man schwarze Kutschen, in Pennsylvania hingegen auch mal graue. Inzwischen sind die Amisch sehr erfinderisch geworden: Statt Holzrahmen wird Fiberglas verwendet, dass in der Haltbarkeit länger ist. Innen ist das “Auto” der Amisch mit Samt ausgestattet, was sehr gemütlich ist. Die Türen sind abnehmbar. Im Sommer werden die Sogenannten Buggys eher genutzt, die kein Dach haben. Für uns so was wie ein Cabrio. Im Winter bietet die Kutsche sehr wenig...

Die Amisch und das Auto | Elektrizität in Pennsylvania

In der Ordnung der Amisch, gibt es ein Gesetz, dass den Besitz und die Benutzung  eines Autos verbietet. Diese Regelung finden wir sowohl in der Alten, als auch in der Neuen Ordnung wieder. Erlaubt ist aber folgendes: Wenn die Amisch einen weiten Weg in die  Stadt oder zum Bahnhof haben, sind sie auf einen Fahrer angewiesen. Die englischen Nachbarn bieten dabei einen Fahrservice für die Amisch an. Natürlich wird dieses Angebot nicht von allen in der Gemeinschaft genutzt, ist aber für viele sehr hilfreich. Meistens werden die Strecken zu unterschiedlichen Orten jedoch mit einem Buggy, den das Gespann zieht, zurückgelegt. Versuchung in der “Rumspringe” Für viele Jugendlichen der Amisch ist gerade dieses Verbot eine willkommene Einladung, es in der...

Pennsylvania Dutch, die Sprache der Amisch

Als die Amisch früher gefragt wurden, welche Sprache sie da untereinander sprechen, antworteten sie: ,,Deitsch”. Irrtürmlich verstanden die Englischen ,,Dutch”, was eigentliche das Wort für holländisch ist und das, obwohl die Amisch einen deutschen Dialekt sprechen. So sagt man allgemein ,,Pensylvannia Dutch” ( Pennsilfaanisch Deitsch). Im Laufe der letzten 250 Jahre hat sich jedoch auch Englisch in die Sprache der Amisch geschlichen. Zum Beispiel mahnt eine Mutter Ihren  Sohn: ,,Net so rumjumpe!” Was so viel heißt wie: ,,Nicht soviel rumspringen!” Dabei kommt das jumpe aus dem Englischen (to jump – hüpfen, springen). Auf die Frage: ,,Wie bisch?”, die Frage nach dem Befinden, wird folgendes geantwortet: ,,I bin...

Der Ausbund: Das Amisch Gesangsbuch

Die Amisch versammeln sich fast jeden Sonntag zu einem Gottesdienst. Der findet abwechselnd bei jeder Familie der Gemeinschaft, etweder im Haus oder in der Scheune, statt. Bei solchen Versammlungen singen die Amisch aus dem Ausbund. Das ist eine Liedersammlung, mit vor Jahrhundert geschriebenen, christlichen Texten.  Sie sind meistens in deutscher Sprache, aber auch in Englisch oder der Sprache der Amisch, Pennsylvania-Dutch geschrieben. Das interessante dabei ist, dass die Gemeinschaft ohne Musikinstrumente singt. Es ist nicht üblich, dass Amisch Instrumente erlernen. Es gilt als eitel und weltlich, was wohl besonders für musikalisch begabte Leute ein großes Problem darstellt. So etwas wie Noten sind in den Gesangsbüchern aber trotzdem zu finden. Es sind Punkte,...

Jakob Ammann, der Gründer der Amisch

Es scheint viele Vermutungen über das Leben von Jakob Ammann zu geben.Viele Details sind nicht bekannt.  Doch über einge Dinge gibt es was zu berichten. Jakob Ammann wurde am 12. Februar 1644, in Erlenbach in der Schweiz geboren. Als er älter wurde, ging er nach Emmental, liess  sich taufen und wurde dort der Mennoniten-Älteste. Dort brachte er seinen radikalen Forderungen ein: Die dort praktizierte Kindertaufe wurde abgeschafft, eine strengere Kleiderordnung sollte her. Das hieß für die Frauen keine moderne Kleidung, ohne Knöpfe, die damals grade modern waren. Stattdessen wurden Häkchen getragen. Der Kopf einer christlichen Frau sollte immer bedeckt sein – was im 17. Jahrhundert sicher kein großes Problem war. Männer hatten schwarze Anzüge zu tragen und...

Die New Order Amisch | Lancaster County

Bei den New Order Amish, handelt es sich um eine Gemeinschaft, die sich in den 60er Jahren von den Old Order Amish gepalten haben. Die Amisch der Alten Ordnung leben ohne Strom und den ganzen Annehmlichkeiten, die man durch die Elektrizität hat. Amisch der Neuen Ordnung, die New Amish hingegen leben moderner. Sie benutzen Waschmaschine, haben Licht im ganzen Haus und auf den Feldern Traktoren, manchmal sogar Mähdrescher. Außerdem sind Telefone und selten auch Autos in einigen Gruppen kein Tabu mehr. Das hängt damit zusammen, dass jeder Bischof anders entscheidet, der dort das Sagen hat. Leben nach den Regeln Man muss dazu aber auch sagen, das Ihr Glaube dadurch nicht beeinflusst wird. Die Regeln sind Trotz allem streng und das Leben schlicht. Die Kleidung, lang...